Mit über 800 Anmeldungen und Teilnahmerekord läutete der Geku die Saison 2025 ein.
Mit knapp 80 Turnerinnen mehr als im letzten Jahr stand am Samstag, 22. März ein vollgepackter Wettkampfauftakt auf dem Programm. Für einige der K1-Turnerinnen bedeutete der Geku den ersten Wettkampf überhaupt. Galt es für viele ein erstes Mal das Wettkampf-Feeling zu erleben, hatten einige bereits grosse Ambitionen. Emma Wüest (STV Ettiswil) zeigte von Anfang an einen tadellosen Wettkampf. So turnte sie sich mit der Gesamtpunktzahl 28.45 (es wurden nur die Geräte Reck, Boden und Sprung geturnt) an die Spitze des rund 200-köpfigen Feldes. Ebenfalls einen nahezu perfekten Einstand gab Michèle Thalmann (TV Schüpfheim). Auf Rang 3 platzierte sich mit Mila Bucher (STV Ruswil) eine Turnerin, die ihr zweites Wettkampfjahr in Angriff nahm. Punktegleich stand mit Lina Renggli eine zweite Schüpfheimerin auf dem 3. Rang.
Hauchdünne Entscheidung auch im K2
Auch im K2 standen ähnlich viele Turnerinnen am Start. Bei so vielen Turnerinnen (die insgesamt über 600 Übungen zeigten) ist ein enges Rennen vorprogrammiert. Das Rennen gewannen Lia Bartl (STV Beromünster) und Elin Hofmann (STV Kriens) punktegleich. Somit gab es zwar keine Silbermedaille zu vergeben, dafür wiederum zwei Bronzemedaillen. Diese liessen sich Luisa Ruckstuhl (STV Roggliswil) und Eleni Petrovic (STV Sursee) umhängen. Zwei Zehntelspunkte fehlten den beiden aufs oberste Treppchen.
Bereits im letzten Jahr turnte Lina Steiner (STV Zell) vorne mit. Im K3 erreichte sie am Geku 2024 den starken vierten Rang. Ein Jahr später sicherte sie sich nun die Goldmedaille. Profitiert hat Lina von einem kleinen Patzer von Malia Huber (BTV Luzern) am Sprung. Von den übrigen drei Geräten nahm die Luzernerin rund 45 Hundertstelspunkte Vorsprung mit, musste sich am Sprung jedoch klar der Zellerin, die die Sprung-Höchstnote holte, geschlagen geben. Auch die Bronzemedaille ging nach Luzern. Mit Milana Krasnodemska gewann eine Turnerin vom zweiten Stadtluzerner Verein, dem STV Luzern, eine Medaille.
Zwei Turner mit deutlichem Vorsprung
Ein deutlich kleineres Teilnehmerfeld (46 Turner) sorgte dafür, dass in der Rangliste auch grössere Abstände zwischen zwei Platzierungen zu finden waren. Direkt ganz oben, beispielsweise, turnten zwei Turnern allen davon. Mattia Kälin (STV Kriens) und der zwei Jahre jüngere Aaron Nyffeler (TV Grosswangen) setzten sich mit einem Vorsprung von knapp sieben Zehntelspunkte an die Spitze. Mattia überflügelte vor allem am Barren (9.90 Punkte) und am Boden (9.15) sämtliche Konkurrenz. Aaron tat dies mit der Note 9.70 wiederum am Sprung. Nur die Bestnote am Reck ging nicht an die beiden. Diese holte sich Fynn Meyer (STV Zell) und platzierte sich sogleich auf dem dritten Rang.
Ungefährdete Siege im K2 und K3
In der letzten Saison ereignete sich ein unübliches Vorkommnis gleich zweimal: Die Note 10.00 in der Kategorie 1. Joel Bättig war es, der an an den Regionen- und Jugendmeisterschaften für staunende Augen sorgte. Nun stand der Ballwiler erneut im Rampenlicht. Mit fast einem Punkt Vorsprung liess er sämtliche Konkurrenz hinter sich und heimste sich an seinem ersten K2-Wettkampf auch gleich die erste Goldmedaille ein. Auf dem Podest nahmen zudem Silvan Fry, letztjähriger K1-Sieger am Geku, und Leo Galliker Platz. Die beiden Buochser teilten sich die Silbermedaille.
Zum Abschluss der Geräteturn-Wettkämpfe erlangte Liam Sidler einen ungefährdeten Sieg. Der K3-Turner aus Sursee startete mit der zweithöchsten Barren-Note, bevor er sich anschliessend die Höchstnoten am Reck, am Boden und an den Schaukelringen holte. Auch die verhältnismässige tiefere Note am Sprung hielt ihn von einem verdienten Triumph nicht ab. Am nächsten kamen ihm John Duss (STV Buchrain) auf dem 2. Rang und Yaro Bühlmann (TV Triengen) auf dem 3. Rang. Letzterem verhalf vor allem die Top-Note 9.50 am Sprung zu diesem tollen Ergebnis.
Natürlich durften die traditionellen Geku-T-Shirts nicht fehlen. Die Shirts, heuer in bordeauxrot, waren wie immer ein Highlight für die vielen Turnerinnen und Turner und machten bestimmt auch den einen oder anderen Misserfolg wett. War für die Geräteturner der Auftakt in die neue Saison bereits Geschichte, machte am Sonntagnachmittag der Wettkampf der Kunstturner den Abschluss eines langersehnten Wettkampf-Wochenende.
Bericht: Gabriel Gerber
Fotos: Markus Huber